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Frankfurt am Main, 02.09.2009
Eltern sparen an Vorsorge für Bildung
Dresdner-Bank-Umfrage: 34,4 Prozent lehnen höhere finanzielle Beteiligung an der Ausbildung ab
Immer weniger Eltern können oder wollen für die Ausbildung ihrer Kinder finanziell vorsorgen. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Dresdner Bank ergab: Nur noch 64,8 Prozent der Eltern legen regelmäßig Geld für Schule und Studium zurück, während es vor zwei Jahren noch 71,1 Prozent waren. Dagegen steigen im Vorfeld der Bundestagswahl die Erwartungen an den Staat, das deutsche Bildungssystem zu verbessern.
Mehr für die Bildung zu tun, versprechen alle Parteien im Bundestagswahlkampf. Viele Eltern hingegen schrauben offenbar ihr privates Engagement für die Bildung zurück, wie die Umfrage zeigt. So lehnen 34,4 Prozent der Eltern eine höhere eigene finanzielle Beteiligung an der Ausbildung ab, 2007 waren dies nur 26,2 Prozent. Nur eine Minderheit von 42,4 Prozent ist demnach bereit, künftig mehr Geld für die Ausbildung des Nachwuchses auf die hohe Kante zu legen. Vor zwei Jahren war das noch die Mehrheit von 52,3 Prozent.
Zudem ist die Bereitschaft, zugunsten besserer Startchancen der Kinder den eigenen Konsum einzuschränken, deutlich gesunken. 2007 konnten sich 80,6 Prozent der Eltern vorstellen, bei Freizeit oder Auto zukünftig mehr zu sparen, um den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Aktuell liegt dieser Wert nur bei 70,3 Prozent.
Die Forschungsgruppe Wahlen befragte im Auftrag der Dresdner Bank im August Eltern aus einer Gruppe von rund 1.000 Wahlberechtigten.
Experten sehen die sinkende Bereitschaft zu Bildungsinvestitionen als schlechte Entscheidung. „Ein Studium lohnt sich nicht zuletzt aus finanzieller Sicht – durch höheres Einkommen und Reserven, um ein eigenes Vermögen aufzubauen“, erklärt Dresdner-Bank-Experte Arne Obermann. Eine bessere Ausbildung führt in der Regel nicht nur zu einem höheren Gehalt. Die Dresdner Bank hat auch ermittelt, dass höhere Bildung mit steigendem Vermögen einhergeht. Trotzdem hat Deutschland im europäischen Vergleich immer noch zu wenig Arbeitnehmer mit akademischer Ausbildung.
Weitere Informationen im Medien-Service der Dresdner Bank:
www.dresdner-bank.de/medienservice
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Thomas Bonk
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